Zur Haus- und Lokalökonomie

Vortrag zum Thema: Warum es zu einer wirtschaftspolitischen Rangerhöhung der Haus- und Lokalökonomie kommen muss.

GWÖ-Kino „Code of Survival“ in München

München: Am Donnerstag den 25. Januar ab 19.00 Uhr kommt es – in Kooperation mit dem Kartoffelkombinat e.V. im Rahmen einer hiermit startenden GWÖ-Kinoreihe am Standort München – zur Vorführung des Dokumentarfilms »Code of Survival« – Geschichte vom Ende der Gentechnik (Trailer) im Neues Maxim (Neues Maxim, Landshuter Allee 33, München-Neuhausen). Darin beschäftigt sich der Münchner Filmemacher Bertram Verhaag mit der Frage, welchen Schaden Gentechnik und Glyphosat anrichten – einem Thema, das nicht wenigen GWÖ-Mitgestalter*innen am Herzen liegt. Auch deshalb wurde dieser Film für den Auftakt einer GWÖ-Kinoreihe am Standort München ausgewählt.

Der Film zeigt, dass multinationale Agro-Chemie-Konzerne inzwischen über fast jeden Acker und jeden Bauern bestimmen. Mit ihrem genmanipulierten Saatgut und den dazu passenden Herbiziden wie Glyphosat versprechen sie höchste Ernteerfolge. Millionen Tonnen des Gifts werden jedes Jahr weltweit auf die Äcker gesprüht mit bislang unabsehbaren Folgen für die Umwelt und die Gesundheit von Mensch und Tier. Doch es geht auch anders! In seiner Dokumentation zeigt Verhaag anhand von drei Bio-Betrieben, welch beeindruckendes Potential in der ökologischen Landwirtschaft steckt (und damit implizit auch in einer „ethischen Wirtschaft„).

Im Anschluss an die Filmvorführung (ab 20.30 Uhr) kommt es zur offenen Diskussion mit dem Filmemacher Bertram Verhaag, Dr. Michael Schrödl (Autor BiodiversiTOT), Daniel Überall (Kartoffelkombinat) und Nikolaus Teixeira (GWÖ Bayern).

Tickets im Vorverkauf (9,50€)

Wer zahlt den Preis? Das Prinzip Verantwortungslosigkeit

Vortrag

Sind wir reich, weil andere arm sind? Übernehmen wir die – ökonomische – Verantwortung für unsser Handeln? Eine häufig anzutreffende Form von Verantwortungslosigkeit ist die „Externalisierung“ der Kosten von Entscheidungen mit der Folge, dass nicht der Nutznießer haftet, sondern ein Dritter, auf den die Lasten abgewälzt werden. Dieses Problem wird an Hand der Schriften von Eucken, Kapp, v. Hayek und Lessenich behandelt.

Referent: Dr. Thomas Lange

„Gibt es eine gerechtere Ökonomie?“ – Vortrag und Diskussion

[München] Am 20.01. lädt der LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) unter dem Titel „Gibt es eine gerechtere Ökonomie?“ zu einem Vortrag von Andrea Behm (u.a. Sprecherin der GWÖ, Koordinatorin der NFI-Kampagne) mit anschließender Diskussion ein, und zwar in seinen Shop in der Klenzestr. 37, 80469 München. Die genaue Uhrzeit wird demnächst hier und hier noch bekanntgegeben.

Eine kurze Hinführung zum Thema? Bitte sehr: „In einer Zeit, wo die sich Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet, wünschen sich viele Menschen eine Wirtschaftsordnung, die sich nicht nur an der Gewinnmaximierung orientiert, sondern ethisches Handeln, sozialen Umgang und nachhaltiges Wirtschaften in ihren Fokus nimmt. Unser jetziges Wirtschaftssystem steht auf dem Kopf. Das Geld ist zum Selbstzweck geworden statt ein Mittel zu sein für das, was wirklich zählt: Ein gutes Leben für alle. Die Gemeinwohl-Ökonomie zeigt, dass die Wirtschaft verändert werden kann, wenn Firmen Ziele wie Nachhaltigkeit, ethisches Handeln und sozialen Umgang in ihre Zielplanung mit aufnehmen.“

Der Vortrag (mit ppt) von Andrea Behm wird ca. 45 Minuten dauern. Daran schliesst sich eine Dissussion von etwa einer Stunde an. Eintritt frei, Spenden willkommen.

Unternehmen und Menschenrechte – wie geht das zusammen?

Was geben die UN Guiding Principles for Human Rights and Business, das 12. Ziel der UN Nachhaltigkeitsziele 2030 (SDGs) und das seit 01.01.17 geltende CSR-Gesetz bereits vor, um ein Wirtschaften, das die Menschenrechte beachtet, sicherzustellen? Wie müsste eine Ethik-Bilanz eines Unternehmens aussehen, um diesen gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen? Und könnte die Gemeinwohl-Bilanz einen gehbaren Weg dazu vorgeben?

Dies sind nur eine der wenigen Fragen, die in dieser Diskussions- und Vortragsveranstaltung behandelt werden.

Referentin: Andrea Behm, Rechtsanwältin

Die deutsche Genossenschaftsidee in der UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes

Veranstaltung zum 1. Jahrestag

Im Jahr 2016 wurde die Genossenschaftsidee als erster deutscher Beitrag in die
repräsentative Liste des Immateriellen UNESCO-Kulturerbes der Menschheit eingetragen –
eine internationale Anerkennung von höchstem Rang.
Die Wohnbaugenossenschaft wagnis eG und Urbanes Wohnen e.V. WohnWerkstatt nehmen
diesen ersten Jahrestag der Eintragung zum Anlass für eine eigene Veranstaltung.

Die Genossenschaftsidee in ihrer modernen Ausprägung geht zurück auf Hermann Schulze-
Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen, die Mitte des 19. Jahrhunderts solidarische

Formen der Landwirtschaft und des Kreditwesens zur deutschen Genossenschaft
verdichteten. Bis heute ist die Idee modern und lebendig, ja sie erlebt derzeit eine
Renaissance. Sie funktioniert unter den Stichworten „Selbsthilfe, Selbstverwaltung und
Selbstverantwortung“. In ihr wird Eigentum gemeinsam verantwortet und Solidarität gelebt.
Wir wollen die Genossenschaftsidee in ihren historischen und aktuellen Bezügen würdigen
und sie in ihrer Vielfalt zeigen.

Die Veranstaltung ist frei. Die
Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Unkostenbeitrag zum Buffet: € 17.-
zzgl. Getränke.
Wir bitten um verbindliche
Anmeldung und Angabe, ob am
Buffet teilgenommen wird bis zum
10.11.2017
Rückmeldung an:
weltkulturerbe@wagnis.org

Projekt „Bank für Gemeinwohl“

Donnerstag, 22.06. 20 Uhr Mitgründen-Info-Veranstaltung

Kann man die Welt durch eine ethische Alternativ- Bank besser machen? –

ja man kann! Wir gründen eine neue Bank – gründen Sie mit!

Gemeinwohlbewegung im Lkr. Starnberg holt „Projekt Bank für Ge-
meinwohl “ nach Gauting „Eine ethische Alternative entsteht! Dabei

stehen Werte wie Transparenz, Mitbestimmung und Verantwortung im

Mittelpunkt: Gemeinwohl statt Gewinn! Wir sind als unabhängige Genos-
senschaft organisiert und ermöglichen eine Beteiligung Aller.“

Ingun Kluppenegger, Regionalbeauftragte der Gemeinwohlbankgründung,

informiert uns über Vision, Entstehung und Ist-Stand der Gemeinwohlbank

in Österreich. Wir planen das Projekt auch nach Bayern zu bringen.

Eintritt: frei Anmeldung: Tel.: 089 / 893 11 054

1. Stammtisch der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) Bayern

Ab 18:30 Einführung in das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie.
Lernen Sie die Gemeinwohl-Ökonomie kennen, erfahren Sie von aktuellen Entwicklungen rund um die Gemeinwohl-Ökonomie in Bayern und vernetzen Sie sich mit den Akteuren in Ihrer Nähe.

Zielgruppe:
Ein Stammtisch für all‘ Jene, die sich für nachhaltiges Leben & Wirtschaften interessieren.

Agenda:
0.) Einführung in das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie (18:30 bis 19.00 Uhr).
1.) Bericht über aktuelle Aktivitäten der GWÖ Bayern und der Fokusgruppen.
2.) Thema des Abends/Impulsreferat: Nichtfinanzielle Informationspflicht für Unternehmen ab 2017 – Umsetzung der EU-Vorgaben in Deutschland.
3.) Gemütlicher Teil zum Austauschen und Vernetzen. Es besteht die Möglichkeit, Abend zu essen.

„Gemeinwohlbilanz- Instrument für eine immer nachhaltigere Bank“

Einladung Vortrag
„Gemeinwohlbilanz- Instrument für eine immer nachhaltigere Bank“

aus der Veranstaltungsreihe: „Ethisch-ökologischer Umgang mit Geld“

Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte bewegen unsere Gesellschaft, wenn es um enkeltaugliche Zukunftsfähigkeit geht. Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen (Compliance) hinausgeht. CSR steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Markt), über ökologisch relevante Aspekte (Umwelt) bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeitern (Arbeitsplatz) und dem Austausch mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen (Stakeholdern).

Entscheidend ist, wie ernsthaft und dadurch glaubwürdig ein Streben nach dem immer nachhaltigeren Unternehmen tatsächlich ist – oder einfache (aber teure) Imagepflege: „greenwashing“. Derzeit, im Sommer 2016, läuft eine Bewerbungsausschreibung des Bundes-Wirtschaftsministeriums um den (dritten) deutschen CSR-Preis; ausgezeichnet werden sollen vorbildliche Betriebe, die nachhaltiges Handeln dauerhaft in ihre Geschäftstätigkeit integrieren.

Darüber, ob und was sich in ihren Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit bewegt, berichten mittlerweile etliche Konzerne, Finanzinstitute, Mittelständler. Ab 2017 müssen alle europäischen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten zusätzlich zu ihrem klassischen Geschäftsbericht einen nicht-finanziellen Bericht veröffentlichen. Wissenschaftliche Grundlagen und Verfahrensvorschriften für solche Nachhaltigkeitsberichte gibt es viele; EMAS, UN Global Compact, OECD-Leitsätze, ISO 26000 usw.

Aber keine der Vorgaben sind so tiefgehend wie die der Gemeinwohl-Ökonomie. Sie ist eine Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft und eine positive Alternative zur neoliberalen Globalisierung. Eine gemeinwohlorientierte Wirtschaft fußt auf Vertrauensbildung, Wertschätzung, Kooperation und Solidarität. Der Erfolg eines Unternehmens wird dabei nach werteorientierten Indikatoren mithilfe der Gemeinwohl-Bilanz bemessen.

Es gibt in Deutschland nur eine Bank, die regelmäßig eine Gemeinwohl-Bilanz herausgibt: die Sparda-Bank München eG. Seit 2011 ist sie Pionierunternehmen der Gemeinwohl-Ökonomie und hat bislang drei Bilanzen herausgegeben.

Kommunikationsdirektorin Christine Miedl von der Sparda-Bank München berichtet über die Inhalte der Gemeinwohl-Ökonomie, die Anforderungen an eine Bilanzerstellung, deren Überprüfung durch neutrale Dritte und den Prozess der Erarbeitung, bei dem auch die Mitarbeiter einbezogen werden. Es geht um Strukturen, Mitarbeiterzufriedenheit, Achtsamkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Förderung der Mitglieder (rund 280.000 als Genossen), Transparenz und Offenheit sowie Zukunftsorientierung.

„Andere Banken braucht das Land“, so ist der eigentliche Übertitel des Schwerpunkts der Umwelt-Akademie e.V. „Ethisch-ökologischer Umgang mit Geld“.