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Data Ethics und Datenschutzrecht

Januar 30 @ 7:00 pm - 9:00 pm

„Data Ethics und Datenschutzrecht – Was bringt die neue Europäische Datenschutzgrundverordnung?“

aus der Reihe RingvorlesungLMU 2017/18

Das existierende Datenschutzrecht basierte weitgehend auf den Vorstellungen aus einer Zeit der PCs und der weitgehend fehlenden Vernetzung. Mit Aufkommen des Internets und der Digitalisierung der Gesellschaft musste das Datenschutzrecht buchstäblich „up to date“ gebracht werden. Hinzu kamen europaweit erhebliche Unterschiede in der Datenschutzpraxis. Die EU-DSGVO hat hier etliche Verbesserungen gebracht, insbesondere die Einführung eines Marktortprinzips, so dass auch Datenverarbeiter außerhalb der EU erfasst werden können. Andere Grundsatzentscheidungen sind aus dem bisherigen Datenschutzrecht übernommen werden, insbesondere die tendenziell große Reichweite des Datenschutzrechts durch den Personenbezug. Auch der strenge Zweckbindungsgrundsatz wurde nur bedingt aufgeweicht, insbesondere zu Gunsten von Forschungszwecken, was aber die Verwendung von Big Data insgesamt erschwert. Umgekehrt ist das Bemühen des Gesetzgebers begrüßenswert, dass besonderes Augenmerk auf den Rechtsschutz des Individuums gelegt wurde, etwa durch das verbesserte Recht auf Löschung oder des jederzeitigen Widerrufs einer Einwilligung. Andere Regelungen sind leider nur als erste Ansätze zu werten, etwa das halbherzige Verbot der Koppelungsklauseln in Verträgen oder die nur unzureichenden Regelungen zum Scoring (automatisierte Entscheidungen) bis hin zu weitgehend fehlenden Regelungen zum Profiling. Der Abend wird moderiert von Prof. Dr. Göran Kauermann.

Vortragende(r): Prof. Dr. Gerald Spindler (Universität Göttingen)

Di, 30.01.2018 19:15 – 20:45 Uhr

Hauptgebäude der LMU Hörsaal B 101 Geschwister-Scholl-Platz 1 80539 München

Details

Datum:
Januar 30
Zeit:
7:00 pm - 9:00 pm
Veranstaltung-Tags:
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